Horizonte 2024 – Sklaverei & Freiheit

Moderner Menschenhandel und die Menschenwürde

Menschenhandel. Der Handel mit Menschen. Ein brutales Geschäft mit Milliarden-Umsätzen. Die Gewinne sind laut ILO EU-Kom und BKA mehr als 32 Milliarden Dollar pro Jahr. Hinter dem Drogenhandel ist das Geschäft Mensch das zweitprofitabelste Geschäft weltweit.

Weltweit sind etwa 50 Millionen Menschen in der modernen Sklaverei gefangen! Allein in Europa zählt man 880.000 Opfer – 80 % Frauen und Mädchen, 20 % noch Kinder. Nur 1 % werden aus der Sklaverei gerettet.

Wo passiert dies? In Deutschland, vor unserer Haustür.

Wir wollen als Christen vor diesem Unrecht die Augen nicht verschließen, sondern hinschauen, was um uns herum passiert. Das Evangelium von Jesus Christus, die Botschaft der Bibel bestimmt unsere Ethik und verpflichtet uns zur Reaktion und Aktion.

Bei Horizonte wird es speziell um den Bereich des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung gehen. Wie Gesetze und das Schweigen die sexuelle Ausbeutung begünstigen und welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Wie ausgebeutete Menschen befreit werden und heilende Begleitung erfahren. Wie Helfer unterstützt und weitergebildet werden, und wie Hilfsorganisationen durch Vernetzung gestärkt werden. 

Redner

Frank Heinrich

Frank Heinrich wurde 1964 in Siegen/Westfalen geboren. Durch seine Eltern und deren Dienst für die Christen hinter dem „Eisernen Vorhang“, wurde er geistlich geprägt. Er ist verheiratet, hat vier Kinder und sechs Enkelkinder.

 

Er ist einer von zwei Vorständen der Evangelischen Allianz Deutschland. Über 20 Jahre arbeitete er verantwortlich in der Heilsarmee. 2009 – 2021 arbeitete er als Abgeordneter für den Wahlkreis Chemnitz im Deutschen Bundestag in Berlin. Mit großem Eifer engagiert er sich gegen Menschenhandel und ist u.a. Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.

Informationen

Datum: Samstag, 27. April 2024

Zeit: 9:00 – 17:00 Uhr 

Kosten: Eintritt frei, Möglichkeit der Spende während der Veranstaltung

Ort: Mehrzweckhalle der Bibelschule Brake
Eikermannsberg 12, 32657 Lemgo

Ablauf

Freitag, 26.04.2024

19:00 Uhr Auftakt mit Worship-Night

Samstag, 27.04.2024

08:30 Uhr Einlass in die Halle
09:00 Uhr Start Horizonte - Plenum I „Zur Freiheit berufen. Was heißt es heute, Menschen zu befreien?“
10:30 Uhr Kaffeepause
11:00 Uhr Seminarblock I
12:15 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Seminarblock II
14:45 Uhr Kaffee und Kuchen
15:30 Uhr Plenum II
ca. 17:00 Uhr Abschluss

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Seminar 1

Sklaverei in der Bibel!?

mit Stephanus Schäl & Dr. Dr. Benjamin Lange

Was die Bibel wirklich dazu sagt.
Sklaverei kommt in der Bibel nicht nur vor, sie wird dort auch weder explizit verurteilt noch überwunden. Das ist befremdlich. Wie passen ein Gott der Freiheit und Texte, die die Versklavung von Menschen beschreiben, zusammen?  Warum spricht die Bibel diesen Missstand nicht offener an? Warum tut Gott nichts dagegen? Oder verstehen wir die Texte eventuell falsch?

In diesem Seminar wollen wir einerseits Herausforderungen und Lösungsansätze in Bezug auf die Texte über die Sklaverei im Alten und Neuen Testament aufzeigen. Andererseits werden wir dabei deutlich machen, was man davon ganz allgemein für die Auslegung der Bibel lernen kann.

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Seminar 2

Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen

mit Heinz Weber

Auf der Suche nach dem Ursprung der Würde des Menschen
Woher kommt eigentlich die „Menschenwürde“? Wer verlieh sie ihm? Und wann? Die Antwort findet sich auf den ersten Seiten der Bibel. Doch was geschah, als es zum großen Bruch zwischen Gott und Mensch kam? Ging dabei auch die Gottesebenbildlichkeit des Menschen verloren?
In diesem Seminar für theologische Dickbrettbohrer machen wir uns auf die Suche nach der Grundlage der Würde des Menschen. Damit streifen wir nicht nur die Fachgebiete der Lehre über Gott, den Menschen und Christus, sondern beleuchten das Thema auch aus Sicht der Missiologie. Ein spannendes und komplexes Thema der Systematischen Theologie mit Alltagsrelevanz.

Seminar 3

Christen und Sklaverei  

mit Michael Kotsch

Einen Überblick auf die Kirchengeschichte
Die meisten Christen heute sind sich einig: Sklaverei ist absolut unmoralisch! Das war nicht immer so. Unter den Christen der ersten Jahrhunderte war Sklaverei Alltag. Noch bis ins 19.
Jahrhundert empfand man Sklaven und leibeigene Bauern als normal. Manche Christen verteidigten die Sklaverei sogar als Wille Gottes. Vielen freien Arbeitern ging es vor 150 Jahren deutlich schlechter als den Sklaven des 2. Jahrhunderts. Doch immer schon gab es auch mutige Kämpfer gegen die Sklaverei. Bekannt geblieben sind Leute wie Bartolomé de Las Casas im 16. und William Wilberforce im 19. Jahrhundert. Geschichte hilft zu verstehen, wie Christen denken und wo auch heutige Vorstellungen falsch liegen.

Seminar 4

RESTAVEKS in Haiti 

mit Volker Schnüll

Kindersklaven oder Pflegekinder? 
In Haiti arbeiten geschätzte 150.000 bis 300.000 Kinder im Haushalt anderer Familien. Armut, extreme Benachteiligung ländlicher Gebiete und fehlende staatliche Ordnungen sind der Nährboden für die massenhafte Ausbeutung dieser Schutzbefohlenen. Aber wo Schatten ist, muss es auch Licht geben.  

In diesem Seminar wird dem Teilnehmer eine Lebensrealität aufgezeigt, die für uns unvorstellbar ist. Aber es wird auch gezeigt, was Christen tun, um Menschen in dieser Situation nachhaltig zu helfen.  

Volker Schnüll lebte zehn Jahre mit seiner Familie auf Haiiti und kennt die Situation vor Ort.  

Seminar 5

Moderner Menschenhandel

mit Frank Heinrich

Was ist der Auftrag für uns Christen und Gemeinden?
Heute gibt es mehr Sklaven auf der Welt als in allen Zeiten der Sklaverei zusammengerechnet. Schauen wir hin? Reagieren wir angemessen? Was können wir als Christen und Gemeinden tun?

Anmeldung